St. Brelade, Kanalinseln, Vereinigtes Königreich – Die ruhige Küstenstadt St. Brelade steht derzeit im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit, nachdem in einem verlassenen Haus ein großes Nest Asiatischer Hornissen entdeckt wurde. Der Fund hat die örtlichen Behörden und Bewohner dazu veranlasst, wachsam zu bleiben und die Ausbreitung dieser invasiven Art genau zu beobachten.
Fachleute bestätigten, dass das Nest – mit einem Durchmesser von rund 38 Zentimetern – etwa 1.500 Hornissen enthielt. Der Vorfall hat die Maßnahmen zur sicheren Lokalisierung und Entfernung weiterer Nester in der Umgebung intensiviert. Außerdem überprüfen Experten andere Regionen des Vereinigten Königreichs, um sicherzustellen, dass sich die Art nicht weiter verbreitet hat.
Zunehmende Besorgnis in der Region
Asiatische Hornissennester wurden bereits an mehreren Orten auf den Kanalinseln gefunden, insbesondere auf Jersey, das als ein zentraler Schauplatz im Kampf gegen die invasive Art gilt. In diesem Jahr wurden bereits 171 Nester entdeckt – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu 71 Nestern im selben Zeitraum des Vorjahres.

Auch wenn eine vollständige Ausrottung schwierig ist, arbeiten Umweltbehörden weiterhin daran, die Population einzudämmen und die lokale Artenvielfalt zu schützen.
Die Auswirkungen der Asiatischen Hornisse
Die Asiatische Hornisse stammt ursprünglich aus Südostasien, hat sich jedoch in den letzten Jahren über große Teile Europas ausgebreitet, nachdem sie erstmals in Frankreich gesichtet wurde – vermutlich über Frachtschiffe eingeschleppt.
Sie jagt unter anderem Honigbienen, die für die Bestäubung von Pflanzen entscheidend sind, und stellt somit eine potenzielle Gefahr für Ökosysteme und Landwirtschaft dar.
Obwohl ihre Stiche schmerzhaft sein können, betonen Fachleute, dass Hornissen in der Regel nur angreifen, wenn sie sich bedroht fühlen. Der beste Schutz besteht darin, Abstand zu halten und Nester nicht zu stören.
Was tun, wenn Sie ein Nest entdecken?
Die Behörden rufen die Bevölkerung dazu auf, Hornissennester nicht selbst zu entfernen oder zu berühren. Sichtungen sollten stattdessen umgehend den örtlichen Umweltbehörden oder Schädlingsbekämpfungsdiensten gemeldet werden.
Asiatische Hornissen bauen ihre Nester häufig in Bäumen, Sträuchern, Dachböden oder Nebengebäuden. Während der kalten Jahreszeit suchen sie bevorzugt warme und geschützte Plätze, um zu überwintern.
Um das Risiko eines Befalls zu verringern:
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Halten Sie Fenster, Lüftungsschlitze und Risse gut abgedichtet.
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Überprüfen Sie regelmäßig Dachböden oder Schuppen auf mögliche Nester.
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Wenden Sie sich für die Entfernung stets an lizenzierte Fachkräfte.
Durch Aufmerksamkeit und Vorsicht können Anwohner dazu beitragen, sowohl ihre Sicherheit als auch das empfindliche ökologische Gleichgewicht der Region zu schützen.







