😂💰 Meine Schwiegermutter nannte mich vor vierzig Gästen in einem teuren Restaurant eine arme Schluckerin. Doch als der Geschäftsführer verkündete, dass ich jetzt die Besitzerin des Restaurants sei, und anschließend zeigte, wer ihr luxuriöses Bankett bezahlen sollte, verschluckte sie sich beinahe an ihrem Salat! 😱🍷🤣

LEBENSGESCHICHTEN

Ich sah mir den Vertrag noch einmal an.

„Zahlungspflichtige Person: Elena Viktorowna Sokolowa.“

Also ich.

Die Unterschrift darunter stammte allerdings nicht von mir.

— Interessant — sagte ich. — Wie sich herausstellt, bezahle ich heute also das Bankett, zu dem ich nur aus Mitleid eingeladen wurde.

Der Geschäftsführer wirkte verlegen.

— Der vorherige Restaurantleiter hat uns mitgeteilt, dass die Bestellung mit Ihnen abgesprochen wurde.

Ich wandte mich meiner Schwiegermutter zu.

— Galina Petrowna, möchten Sie mir vielleicht etwas erzählen?

Sofort setzte sie den Gesichtsausdruck einer Frau auf, die zu Unrecht beschuldigt wird, das letzte Stück Kuchen gestohlen zu haben.

— Lenchen, fang jetzt bloß nicht damit an! Heute ist mein Ehrentag!

— Genau deshalb frage ich ja. Wer hat beschlossen, dass ich dafür bezahlen soll?

Meine Schwiegermutter rückte ihre Halskette zurecht.

— Na ja, Andrej hat erzählt, dass du dich jetzt mit irgendwelchen Immobilien beschäftigst. Da dachte ich, ihr könntet seiner Mutter doch eine Freude machen.

— Und wie viel kostet diese Freude?

Der Geschäftsführer nannte den Betrag.

Zweihundertachtzigtausend Rubel.

Am Tisch pfiff jemand leise durch die Zähne.

Ich sah meinen Mann an.

Andrej saß da, als wäre ihm gerade eingefallen, dass er in einem anderen Land das Bügeleisen angelassen hatte.

— Andrej?

— Lena, ich wollte es dir noch sagen …

— Wann? An unserer goldenen Hochzeit?

Er seufzte.

— Mama hat mich gebeten, ihr mit dem Bankett zu helfen. Ich habe gesagt, dass wir uns schon etwas einfallen lassen.

— Und da habt ihr euch meine Unterschrift einfallen lassen?

Meine Schwiegermutter empörte sich:

— Warum reitest du denn so auf diesem Stück Papier herum? Wir sind doch eine Familie!

— Wunderbar. Dann können wir die Rechnung ja gemeinsam als Familie bezahlen.

Tamara hörte plötzlich auf zu kauen.

Meine Schwiegermutter wurde blass.

— Du willst, dass meine Gäste ihr eigenes Abendessen bezahlen?!

— Nein. Ich schlage vor, dass Sie die Feier bezahlen, die Sie organisiert haben.

— Aber das Restaurant gehört doch jetzt dir!

— Eben. Und die Angestellten erwarten aus irgendeinem Grund, dass sie ihr Gehalt bekommen.

In diesem Moment mischte sich Andrejs Tante Valentina ein.

— Galja, du hast uns doch erzählt, dass alles schon bezahlt sei!

Ich drehte mich zu ihr um.

— Interessant. Von wem denn?

Valentina sah ihre Schwester an.

— Galja hat gesagt, sie hätte eine hohe Prämie bekommen.

— Was für eine Prämie? — wunderte sich Andrej. — Mama ist seit zwanzig Jahren in Rente!

— Vielleicht für ihre langjährigen Verdienste um die Menschheit — vermutete ich.

Jemand konnte sich nicht mehr beherrschen und lachte los.

Galina Petrowna schlug mit der flachen Hand auf den Tisch.

— Jetzt reicht es! Elena, du hast dir doch absichtlich vorgenommen, mich vor meinen Gästen zu demütigen!

Ich antwortete ruhig:

— Nein. Ich bin einfach nur zum Essen gekommen. Die Demütigung haben Sie extra bestellt.

Der Geschäftsführer räusperte sich.

— Elena Viktorowna, da wäre noch eine Sache.

Ich sah ihn an.

— Sagen Sie jetzt bloß nicht, dass das Bankett für drei Tage gebucht wurde.

— Nein. Aber im Vertrag sind zusätzliche Leistungen enthalten.

Er zeigte mir die zweite Seite.

Blumen.

Musiker.

Ein Fotograf.

Eine Geburtstagstorte.

Und eine gesonderte Position:

„Festliches Feuerwerk — 45.000 Rubel.“

Ich hob den Blick.

— Galina Petrowna, wollten Sie tatsächlich ein Feuerwerk veranstalten?

— Natürlich! Ich werde schließlich fünfundsechzig!

— Verstehe. In diesem Alter möchte man sich besonders gern vergewissern, dass auch die Nachbarn wissen, wann man Geburtstag hat.

Sogar Andrej musste lächeln.

Meine Schwiegermutter warf ihm einen Blick zu, der sein Lächeln sofort verschwinden ließ.

Ich wandte mich an den Geschäftsführer.

— Das Feuerwerk streichen wir. Alle anderen Leistungen, die bereits erbracht wurden, werden zu den tatsächlichen Kosten abgerechnet. Und bitte bereiten Sie einen neuen Vertrag mit dem tatsächlichen Auftraggeber vor.

Galina Petrowna sprang auf.

— Ich werde überhaupt nichts unterschreiben!

— Dann müssen wir den restlichen Teil der Feier leider absagen.

Tamara legte vorsichtig ihre Gabel hin.

— Galja, aber die Torte wird doch wenigstens noch gebracht?

Ich sah sie an.

— Natürlich. Sie ist schon fertig.

Tamara atmete erleichtert auf.

— Gott sei Dank. Ich habe extra ihretwegen das Mittagessen ausfallen lassen.

Der ganze Saal brach in Gelächter aus.

Doch das Unerwartetste geschah einige Minuten später.

Eine ältere Frau, die mir zuvor gar nicht aufgefallen war, kam auf mich zu.

Es war Maria Iwanowna, eine ehemalige Nachbarin meiner Schwiegermutter.

— Lenchen, darf ich kurz mit dir sprechen?

Wir gingen zum Fenster.

— Sei Galja bitte nicht böse — sagte sie leise. — Sie hat allen erzählt, dass sie die Feier selbst bezahlt. Sie hat sich sogar dreißigtausend Rubel von mir geliehen, um sich ein neues Kleid zu kaufen.

Ich war überrascht.

— Sie hat sich Geld geliehen?

— Ja. Sie sagte, sie wolle nicht ärmer aussehen als ihre Freundinnen.

Und plötzlich wurde mir klar, dass hinter diesem ganzen lächerlichen Luxus etwas sehr Einfaches steckte.

Die Angst, wie eine Versagerin dazustehen.

Genau jene Angst, wegen der meine Schwiegermutter mich all die Jahre kleinzumachen versucht hatte.

Ich kehrte an den Tisch zurück.

Galina Petrowna saß regungslos da und starrte auf ihren Teller.

Zum ersten Mal seit elf Jahren wusste sie nicht, was sie sagen sollte.

— Galina Petrowna — begann ich —, ich habe einen Vorschlag.

Sie hob den Kopf.

— Was für einen?

— Ich bezahle das heutige Abendessen. Ohne Feuerwerk. Aber unter zwei Bedingungen.

Meine Schwiegermutter wurde misstrauisch.

— Welche?

— Erstens geben Sie Maria Iwanowna ihr Geld zurück.

Galina Petrowna lief rot an.

— Das hat sie dir erzählt?!

— Zweitens hören Sie auf, mich eine arme Schluckerin zu nennen.

Am Tisch wurde es still.

Meine Schwiegermutter sah mich lange an.

Dann fragte sie völlig unerwartet:

— Darf ich dich denn wenigstens Verkäuferin nennen?

Ich musste lachen.

— Natürlich. Nur verkaufe ich inzwischen keine Kleider mehr, sondern Gewerbeimmobilien.

Tamara beugte sich zu ihr hinüber.

— Galja, an deiner Stelle würde ich lieber zustimmen. Sonst kauft sie beim nächsten Mal noch deine Wohnung und erhöht dir die Miete.

Sogar Galina Petrowna konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen.

Sie seufzte.

— Na gut, Lena. Verzeih mir.

Ich nickte.

— Entschuldigung angenommen.

Dann wandte ich mich Andrej zu.

— Und mit dir werde ich zu Hause reden.

Er wurde blass.

— Wie ernst wird dieses Gespräch?

— So ernst, dass du schon jetzt anfangen kannst, deine Entschuldigungen zu üben.

Einen Monat später lud uns meine Schwiegermutter wieder zum Abendessen ein.

Diesmal zu sich nach Hause.

Auf dem Tisch standen selbst gemachte Frikadellen, Kartoffelpüree und Salat.

Keine Musiker.

Kein Feuerwerk.

Dafür stellte Galina Petrowna mich ihrer Nachbarin zum ersten Mal mit folgenden Worten vor:

— Das ist meine Schwiegertochter Elena. Eine sehr kluge Frau. Sie hat ihr eigenes Unternehmen.

Ich hätte mich beinahe an meinem Tee verschluckt.

Und als die Nachbarin gegangen war, beugte sich meine Schwiegermutter zu mir und flüsterte:

— Lenchen, gibt es in deinem Restaurant eigentlich einen Rabatt für Verwandte?

Ich lächelte.

— Natürlich, Galina Petrowna.

— Wie viel?

— Zehn Prozent.

Sie nickte zufrieden.

— Siehst du! Und du hast behauptet, dass dir unsere Familie überhaupt nichts bringt!

Seitdem verstehen wir uns viel besser.

Allerdings fragte mich meine Schwiegermutter vor Kurzem, ob ich nicht vorhätte, eine Bank zu kaufen.

— Wozu brauchen Sie denn eine Bank, Galina Petrowna?

Nachdenklich antwortete sie:

— Ich wollte nur wissen, ob ich dann Anspruch auf einen zinslosen Kredit hätte.

Und wisst ihr, was das Erstaunlichste daran ist?

Ich habe sie tatsächlich lieb gewonnen.

Nicht, weil sie aufgehört hätte, spitze Bemerkungen zu machen.

Sondern weil sie endlich gelernt hat, nicht nur über andere, sondern auch über sich selbst zu lachen.

Allerdings lasse ich mir Familienfeiern inzwischen grundsätzlich nur noch schriftlich bestätigen.

Und am liebsten im Beisein eines Notars. 😂❤️

Оцените статью
Добавить комментарий